Betäubungsverfahren in der Handchirurgie

Die Betäubungsverfahren in der Handchirurgie sind zu einem überwiegenden Anteil lokal oder regional durchführbar. Da handchirurgische Operationen wegen der hohen Dichte feiner Strukturen wie Nerven, Blutgefäße und Sehnen in Blutleere durchgeführt werden, ist eine sichere Schmerzausschaltung unabdingbar.

Fingerbetäubung - bei Eingriffen an den Fingern, bis etwa zum Mittelgelenk. Hierbei werden die vier Fingernerven durch ein Lokalbetäubungsmittel ohne Adrenalinzusatz für etwa eine Stunde blockiert.

Regional-Betäubung (sog. axilläre Plexusanästhesie) – bei Eingriffen bis etwa zur Mitte des Unterarmes.
In Plexusbetäubung sind prinzipiell alle handchirurgischen Operationen durchführbar, deren Blutleeredauer 2 Stunden nicht übersteigt.
Die Plexusbetäubung ist eine äußerst schonende, auch bei sehr alten Menschen durchführbare, vollständig schmerzausschaltende Methode.
Falls die Operation eine Stunde überdauert, wird von uns ein zusätzlicher Dämmerschlaf eingeleitet.
Die Schmerzfreiheit einer Plexusanästhesie beträgt je nach Lokalbetäubungsmittel zwischen 3 bis etwa 8 Stunden.

Vollnarkose – bei Operationen des oberen Unterarmdrittels bis über das Ellenbogengelenk hinaus, da die sichere Wirksamkeit einer Plexusanästhesie der Achselhöhle hier nicht mehr gegeben ist.
Eine Vollnarkose ist auch auf Wunsch möglich und kann bei psychischen Erkrankungen erforderlich sein.

Das Vertrauen in die Fähigkeit eines Narkosearztes ist unerläßlich bei einem operativen Eingriff. Als Facharzt für Anästhesie wendet Dr. Specht in der Praxisklinik alle modernen Narkoseverfahren an. Dies schließt auch die postoperative Schmerztherapie und Überwachung ein.